Treibball – Was ist das?

Kaum eine Sportart wird so oft missverstanden, wie Treibball. Sie gilt als „Hüteersatz für Hütehunde“ oder auch als sinnloses Hochpushen der Hunde. Doch was steckt wirklich hinter diesem Sport?

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Zum Treibball sind Amy und ich im Sommer 2012 gestoßen, als wir ein Seminar bei Bärbl Runggaldier („Die Treibballschule“) besuchten. Ich muss zugeben, dass ich davor nicht großartig Ahnung hatte, um was es bei dieser Sportart geht. Ich wollte sie einfach ausprobieren.

Treibball ist eine Sportart, die von Jan Nijboer entwickelt wurde. Es geht darum, dass der Hund acht Gymnastikbälle, die in einem Dreieck auf dem Spielfeld liegen, möglichst schnell ins Tor treibt. Die Bälle liegen 15-20 Meter vom Tor entfernt.
Der Hundeführer steuert seinen Hund über Kommandos und Sichtzeichen auf großer Distanz. Er selbst muss im Tor stehen bleiben.

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Amy steuert den Ball ins Tor

Es ist ein Irrglaube, dass Hunde das Treiben des Gymnastikballes über die Arbeit mit dem so genannten „Schweineball“ lernen. Dieser ist, wie der Name schon sagt, nur für Schweine geeignet. Von unseren Hunden sollten wir ihn fern halten!

Der Schweineball besteht aus Hartplastik und genau dabei liegt schon das Problem. Die Hunde jagen dem Ball nach, aber sie können ihn nie greifen. Stoßen sie mit den Zähnen gegen das harte Plastik (Autsch!), rollt der Ball weg, was den Hund frustet. Außerdem ist es nicht selten, dass sich der Hund dabei Verletzungen zuzieht, wie z.B. Zahnverlust.

Die verwendeten Bälle sollen IMMER Gymnastikbälle sein!

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„Aua“, der Schweineball tut meiner Nase weh!

Richtig aufgebaut, verbessert Treibball die Distanzarbeit und die Kommunikation zwischen Mensch und Hund.

Eine beliebte Übung ist das Richtungsweisen. Dabei werden Bälle über das Spielfeld hinweg aufgelegt und der Hund wird über Handzeichen und Stimmkommandos zum gewünschten Ball „gesteuert“, den er dann zu einem treiben soll.

Das erfordert viel Übung, aber es macht mindestens genauso viel Spaß und es gibt 1000 Möglichkeiten. Außerdem ist der Hund danach wunderbar müde und ausgelastet, das ist nämlich ganz schön viel Kopfarbeit für unsere Vierbeiner! 😀

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Ab ins Tor!

Treibball ist übrigens nicht nur für Hütehunde geeignet. Das ist ein weit verbreiteter Irrglaube, denn Treibball hat mit dem Hüten nicht viel zu tun. Jeder Hund jeder Rasse kann diese Sportart erlernen und daran Spaß finden!

Wer sich für diese Sportart interessiert, dem kann ich folgende Bücher  oder ein Seminar bei diesen Trainern empfehlen:

  • Bärbl Runggaldier: „Treibball – Ideen, 100 Karten – 1000 Möglichkeiten, vom Anfänger bis zum Fortgeschrittenen“
  • Anja Jakob: Treibball: Vom Spiel zum Turniersport

Viel Spaß beim Üben und lasst die Bälle rollen. 🙂

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7 Gedanken zu “Treibball – Was ist das?

  1. Treibball macht wirklich sehr viel Spaß, für Mensch und Hund. Auf alle Fälle ist es wichtig, dass man sich anfangs Hilfe holt, damit man als Hundeführer auch alles richtig macht. Viele Hunde meiner Rasse (Australian Cattle Dog) werden mit Treibball sportlich und geistig fit gehalten.

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